Kurz gesagt: Eine Hausmeister-Checkliste legt fest, welche Punkte bei jedem Objektrundgang geprüft werden: Außenbereich und Zugänge, Eingang und Treppenhaus, Keller und Nebenräume, Müllplatz sowie saisonale Aufgaben. Sie sorgt dafür, dass nichts vergessen wird, auch wenn jemand vertritt, und dass gefundene Mängel sofort festgehalten werden.

Jedes Objekt hat seine eigenen Ecken, die gern vergessen werden. Spätestens wenn ein Kollege krank ist und jemand anderes einspringt, zeigt sich, ob das Wissen auf Papier steht oder nur im Kopf. Diese Checkliste für den Objektrundgang kannst du als Grundlage nehmen und auf deine Objekte anpassen.

Auf einen Blick
  • Ein fester Ablauf verhindert, dass Punkte vergessen werden.
  • Fünf Bereiche: Außenbereich, Eingang und Treppenhaus, Keller, Müllplatz, Saisonales.
  • Der Turnus richtet sich nach Vertrag und Leistungsverzeichnis.
  • Gefundene Mängel sofort mit Foto festhalten und melden.

Welche Aufgaben hat ein Hausmeister?

Ein Hausmeister sorgt dafür, dass ein Gebäude sauber, sicher und funktionsfähig bleibt. Welche Aufgaben genau dazugehören, regelt der Vertrag mit der Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft. Typisch sind diese fünf Bereiche:

BereichTypische Aufgaben
ReinigungTreppenhaus, Eingang, Glasflächen, Kellerflure
AußenanlagenGehwege, Grünflächen, Laub, Hecken
MüllTonnen bereitstellen, Müllplatz sauber halten, Biotonnen reinigen
KontrolleBeleuchtung, Türen, Aushänge, Auffälligkeiten melden
SaisonalesWinterdienst, Dachrinnen auf Sicht, Fenster im Treppenhaus

Reparaturen an Heizung, Elektrik oder Sanitär gehören in der Regel nicht dazu. Die übernehmen Fachfirmen, der Hausmeister meldet den Mangel.

Warum lohnt sich ein fester Objektrundgang?

Ein fester Rundgang macht die Arbeit unabhängig von einzelnen Personen. Wer zum ersten Mal an einem Objekt ist, weiß trotzdem, was zu tun ist. Und du kannst später nachvollziehen, was wann geprüft wurde.

Wie oft der Rundgang stattfindet, legen der Vertrag und das Leistungsverzeichnis fest. Die Checkliste regelt, was dabei passiert.

Die Checkliste: Bereich für Bereich

Die folgenden Punkte decken die üblichen Bereiche einer Wohnanlage ab. Streich, was bei deinem Objekt nicht vorkommt, und ergänze, was fehlt.

Außenbereich und Zugänge

PrüfpunktWorauf du achtest
Gehwege und Zufahrtenfrei begehbar, keine Stolperstellen
Grünflächen und HeckenLaub, Müll, überhängende Äste
Außenbeleuchtungalle Lampen funktionieren
Hausnummer und Klingelschilderlesbar und vollständig

Eingang und Treppenhaus

PrüfpunktWorauf du achtest
Eingangstürschließt richtig, Glas sauber
Treppen, Geländer, Podestesauber, keine abgestellten Gegenstände
BeleuchtungLicht in allen Etagen in Ordnung
Aushängeaktuell, keine abgelaufenen Zettel

Keller und Nebenräume

PrüfpunktWorauf du achtest
Flurefrei, nichts im Weg abgestellt
Feuchtigkeit und Gerücheauffällige Stellen notieren und melden
TechnikräumeTüren geschlossen

Müllplatz

PrüfpunktWorauf du achtest
BereitstellungTonnen am richtigen Tag raus und wieder zurück
Sauberkeitkeine Säcke neben den Tonnen
Biotonnennach Plan gereinigt

Welche Punkte kommen je nach Jahreszeit dazu?

Viele Reklamationen betreffen Arbeiten, die nur ein- oder zweimal im Jahr anfallen. Genau die werden am leichtesten vergessen.

JahreszeitTypische Punkte
FrühjahrFenster im Treppenhaus, Grünflächen vorbereiten
SommerRasen, Hecken, Spielplatz
HerbstLaub, Dachrinnen auf Sicht prüfen
WinterRäumen und Streuen nach Vertrag und Gemeindesatzung

Was tust du, wenn du einen Mangel findest?

Ein Mangel ist erst dann erledigt, wenn er festgehalten und gemeldet ist. Dieser Ablauf hat sich bewährt:

  1. Foto machen, mit Datum und genauer Stelle.
  2. Kurz beschreiben, was auffällt.
  3. Melden: an die Objektleitung oder direkt an die Hausverwaltung, je nach Absprache.
  4. Beim nächsten Rundgang prüfen, ob der Mangel behoben ist.

Wie baust du eine eigene Checkliste auf?

Eine gute Checkliste entsteht am Objekt, nicht am Schreibtisch. So gehst du vor:

  1. Einmal das ganze Objekt ablaufen und alle Bereiche notieren, auch Nebenräume und Außenanlagen.
  2. Mit dem Leistungsverzeichnis abgleichen: Was ist beauftragt, was nicht?
  3. Jedem Punkt einen Turnus geben: bei jedem Rundgang, monatlich oder saisonal.
  4. Die Liste in der Reihenfolge des Rundgangs sortieren, damit niemand hin und her laufen muss.
  5. Mit dem Team testen und nach zwei, drei Rundgängen nachschärfen.

Was hilft bei Vertretungen und neuen Mitarbeitenden?

Bei Vertretungen zeigt sich, ob das Wissen über ein Objekt aufgeschrieben ist. Drei Dinge machen den Einstieg leichter:

  • Fotos vom Soll-Zustand: So sieht jeder, wie der Bereich nach der Arbeit aussehen soll.
  • Zugänge und Besonderheiten notieren: Schlüssel, Codes für Nebenräume, Ansprechpartner vor Ort.
  • Notizen in der eigenen Sprache: Hinweise kommen nur an, wenn sie verstanden werden.

Welche Fehler passieren beim Rundgang am häufigsten?

Die meisten Lücken entstehen nicht durch fehlende Sorgfalt, sondern durch fehlende Struktur.

  • Die Liste existiert nur im Kopf eines einzelnen Mitarbeiters.
  • Saisonale Punkte stehen nirgends und werden vergessen.
  • Mängel werden gesehen, aber nicht gemeldet, weil niemand zuständig ist.
  • Erledigte Punkte werden abgehakt, aber ohne Datum oder Foto.

Praxisbeispiel: „Haben wir die Rinnen dieses Jahr überhaupt gereinigt?“

Diese Frage kennt jeder Hausmeisterbetrieb. Die Arbeit fällt einmal im Jahr an, der Mitarbeiter von damals ist vielleicht in einem anderen Objekt eingesetzt, und auf Papier findet sich nichts mehr.

Wenn jeder Punkt der Checkliste als Aufgabe mit festem Turnus angelegt ist und mit Foto abgehakt wird, ist die Antwort ein Blick in die App statt eine Suche im Keller.

Jede erledigte Aufgabe mit Foto belegt

HausmeisterPro hängt an jede Aufgabe ein Foto mit Datum, und die Hausverwaltung sieht den Stand im Portal. In der Sprache deines Teams.

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Was ein erledigter Punkt als Beleg braucht, steht im Artikel über den Reinigungsnachweis und seine Pflichtangaben.

Wie du mit Beschwerden umgehst, liest du in „Da wurde nicht geputzt“: so gehst du mit Reklamationen um.

Häufige Fragen

Was gehört zu den Aufgaben eines Hausmeisters?

Typisch sind Reinigung von Treppenhaus und Eingang, Pflege der Außenanlagen, die Bereitstellung der Mülltonnen, Kontrollgänge mit Mängelmeldung und saisonale Arbeiten wie der Winterdienst. Was genau beauftragt ist, steht im Vertrag mit der Hausverwaltung.

Wie oft sollte ein Objektrundgang stattfinden?

Das legen Vertrag und Leistungsverzeichnis fest. Häufig ist ein wöchentlicher Rundgang, bei kleineren Objekten reichen oft größere Abstände. Entscheidend ist, dass der Turnus feststeht und eingehalten wird, damit du ihn belegen kannst.

Was gehört nicht auf die Checkliste?

Arbeiten, die nicht im Vertrag stehen, etwa Reparaturen durch Fachfirmen. Sie gehören in die Bemerkungen: Du hältst fest, was dir auffällt, und meldest es. Ausführen müssen es andere.

Papier oder App für die Checkliste?

Papier funktioniert bei einem einzelnen Objekt. Sobald mehrere Objekte und Mitarbeitende dazukommen, gehen Zettel verloren und lassen sich schlecht auswerten. Eine App zeigt jedem seine Tagesliste und speichert jeden erledigten Punkt mit Datum.

Wie dokumentiere ich gefundene Mängel?

Mit Foto, Datum, genauer Stelle und einer kurzen Beschreibung. So ist belegt, dass du den Mangel gesehen und gemeldet hast. Das schützt dich, falls später Schäden entstehen.

Kann ich die Checkliste für jedes Objekt anpassen?

Ja, und das solltest du auch. Jedes Objekt hat andere Bereiche und Aufgaben. Die Liste in diesem Artikel ist eine Grundlage, die du um die Besonderheiten deiner Objekte ergänzt.

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